Dr. Martin Schwarz ist neuer Vorsitzender 

Versammlung des Fördervereins Lengerich-Wapakoneta  

Lengerich – Der Förderverein Lengerich-Wapakoneta und sein neuer Vorsitzender Dr. Martin Schwarz blicken positiv in die Zukunft und hofft auf eine Begegnung im kommenden Jahr mit den Freunden aus Wapakoneta.

Der neue Vorstand mit Wilhelm Möhrke (links) und Dr. Martin Schwarz (4. von rechts) hofft, dass es im nächsten Jahr wieder zu einem Austausch kommt. Foto: Förderverein Lengerich-Wapakoneta  

Die Jahreshauptversammlung des Fördervereins Lengerich-Wapakoneta konnte zwar im Hotel Zur Mühle und damit endlich wieder in Präsenz stattfinden, die Vereinsaktivitäten selbst aber werden nach wie vor von der aktuellen Corona-Pandemie überschattet. Wie schon im vergangenen Jahr konnte der Verein auch 2021 weder Gäste aus den USA begrüßen noch den Schüleraustausch mit der Partnerstadt Wakaponeta (Ohio, USA) durchführen.  

Ungeachtet dessen blickte die Vorsitzende Ulla Hohmann-Assig positiv in die Zukunft: „Wir wollen 2022 wieder in die USA fahren. Daher sind wir mit unseren Partnern im Gespräch und informieren unsere Schülerinnen und Schüler über jeden noch so kleinen Fortschritt. Aktuell liegt der Ball bei den US-Behörden. Wir warten auf eindeutige Zusagen, wann und in welcher Form ein Austausch wieder möglich ist.“ 

Uta Hohmann Assig kandidiert nicht mehr 

Für Hohmann-Assig und ihr Vorstandsteam waren es in der Rückschau durchaus schwierige Zeiten, da auch Wapakoneta vom Corona-Ausbruch nicht verschont geblieben war und sich der persönliche Kontakt mit liebgewonnenen Freunden seit nunmehr über einem Jahr auf die Social Medias reduziert. Umso wichtiger ist der Besuch von Lennard Kleine Niesse in Wapakoneta, der dort im Rahmen einer Weltreise Station gemacht und darüber in seinem Video-Blog auf Youtube berichtet hatte. „Es sind diese persönlichen Kontakte, von denen unser Verein lebt“, so Hohmann-Assig in ihrem Rückblick. 

Nach dem gewohnt souveränen Bericht von Schatzmeisterin Sandra Deerberg zur Kassenlage standen Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Hohmann-Assig bekräftigte ihren Vorsatz, nicht mehr als Vorsitzende des Vereins kandidieren zu wollen. Sowohl Michelle Gearing vom Partnerverein in Wapakoneta als auch Bürgermeister Wilhelm Möhrke ließen es sich nicht nehmen, die Verdienste von Ulla Hohmann-Assig für den Verein zu würdigen. Wo Michelle Gearing sehr persönliche Worte fand und sich für die lange Freundschaft bedankte, verwies Wilhelm Möhrke auf die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und die überaus positive Entwicklung der Städtepartnerschaft, die „nicht zuletzt auch die Handschrift von Ulla Hohmann-Assig trägt“. 

Positive Entwicklung 

Hohmann-Assig selbst betonte hingegen ihre Absicht, dass sich der Vorstand verjüngen müsse. „Mit Ulrike Schlamann haben wir nun eine junge und motivierte Lehrerin, die den Austausch mit Wapakoneta koordiniert. Sandra Deerberg hat die Zahlen und die Finanzen des Vereins fest im Blick. Simon Keiner bringt seine Erfahrung bei der Organisation und Abwicklung der Reisen ein. Andreas Puschkarksi hat sich als Beisitzer bestens eingearbeitet. Nun ist es auch für mich an der Zeit, kürzer zu treten, auch wenn ich dem Verein weiterhin verbunden bleibe.“ Gemäß dem Wahlvorschlag wählten die Mitglieder daraufhin jeweils einstimmig zunächst den bisherigen Schriftführer Dr. Martin Schwarz zum Vorsitzenden und Ulla Hohmann-Assig zur Stellvertretenden Vorsitzenden. Sandra Deerberg und Ulrike Schlamann wurden als Schatzmeisterin beziehungsweise Koordinatorin für den Austausch bestätigt. Neuer Schriftführer ist nun Heinrich Hunecke (bislang Beisitzer), als sein Vertreter wurde Horst Buddemeier bestätigt. Andreas Puschkarski (bislang Beisitzer) fungiert nun als stellvertretender Schatzmeister. Im Amt als Beisitzer bestätigt wurden Elke Hunecke und Simon Keiner. Auf eigenen Wunsch ausgeschieden ist dagegen Brigitte Fahrenhorst-Reissner. 

Lennard Kleine Niesse besucht Lengerichs Partnerstadt Wapakoneta 

„Politik spaltet die Gesellschaft“ 

Lengerich/Wapakoneta 

Lennard Kleine Niesses Weltreise geht weiter. Eine Station war jetzt in Lengerichs Partnerstadt Wapakoneta, aus der auch Neil Armstrong, der erste Mensch, der auf dem Mond gewesen ist, stammt. Kleine Niesse hat viel erlebt und gesehen und gibt außerdem noch einen kulinarischen Tipp.  

Von seiner Gastfamilie in Foto: Lennard Kleine Niesse 

Die Weltreise des Lengerichers ging von New York aus weiter nach Ohio. Um genau zu sein in Lengerichs Partnerstadt Wapakoneta. Wapakoneta ist eine amerikanische Kleinstadt und erlangte vor allem dadurch Bekanntheit, dass ein Sohn der Stadt der erste Mensch auf dem Mond gewesen ist. Die Rede ist von Neil Armstrong, auf den die Bürger mächtig stolz sind. Das sei auch an einigen Monumenten in der Stadt sowie am Armstrong- Air-Space-Museum, in dem Besucher in die Geschichte rund um Neil Armstrong und Apollo 11 eintauchen können, zu sehen.  

Chicago hat sich Lennard Kleine Niesse auch angesehen. Foto: Foto: Lennard Kleine Niesse 

Meine Zeit in Wapakoneta habe ich in einer waschechten amerikanischen Familie verbracht, die mich fünf Wochen aufgenommen hat. Meine Gasteltern sowie meine beiden Gastbrüder haben mich von Anfang an herzlich aufgenommen und mir eine unbeschreiblich tolle Zeit beschert. Von Tag eins an habe ich mich wie ein echtes Familienmitglied gefühlt, und meine Familie hat einige tolle Dinge mit mir unternommen.  

Feuerwerk am Nationalfeiertag 

Wir waren unter anderem bei einem Baseball- und einem Fußballspiel in Columbus, haben einige Tage mit dem Boot meiner Gastfamilie am Indian Lake verbracht und haben gemeinsam das Feuerwerk am 4. Juli, dem Nationalfeiertag der USA, besucht. All diese Großveranstaltungen waren komplett ausverkauft, und es wurden auch keine Masken getragen. Es schien als herrsche wieder Normalität, und tatsächlich habe ich während meines Aufenthalts hier niemanden kennengelernt, der nicht gegen das Coronavirus geimpft wurde.  

Verwunderlich war für mich, dass sich in Ohio jeder US-Staatsbürger, der älter als 18 Jahre ist, eine Pistole oder sogar ein Sturmgewehr kaufen kann, sofern er keine schwerwiegenden Vorstrafen hat.  

Waffengesetze 

Nachdem meine Gastbrüder mich einmal mit in einen Schießstand genommen hatten und ich selbst verschiedene Pistolen und Sturmgewehre ausprobiert habe, wurde mir erst einmal bewusst, was man mit solchen Waffen Schreckliches anstellen kann. Ich persönlich bin sehr froh über unsere strikten Waffengesetze in Deutschland und finde die Waffenpolitik in den USA sehr erschreckend. 

In Lengerichs Partnerstadt besuchte der Weltreisende das Armstrong-Air-Space-Museum. Foto: Foto: Lennard Kleine Niesse 

Überrascht war ich auch, dass Politik oft ein Tabuthema ist über das nicht gesprochen wird, da es sonst oft zu Streitigkeiten kommt. Allerdings verkünden hier die meisten Menschen dennoch, auf welche Partei sie setzen. In Wapakoneta haben die Republikaner die Oberhand, Demokraten sind Außenseiter. Die ganze Stadt ist geziert von Trump-Plakaten wie „Trump 2024“ oder „Stolen Election 2020“. Nicht selten hörte ich auch Sätze wie „Joe Biden ist der schlimmste Präsident, den wir jemals hatten“. Es ist also ein brenzliges Thema, das die gesamte Bevölkerung spaltet.  

Gastfreundschaft 

Ebenfalls verwundert, aber auf eine sehr positive Art, war ich von der Gastfreundschaft der Stadt Wapakoneta und der Mitglieder des Sister-City Programms, die mich zu einigen tollen Ausflügen in und rund um Wapakoneta eingeladen haben. Der Höhepunkt war ein Ausflug nach Chicago, bei dem ich im Willis-Tower, dem höchsten Gebäude der Stadt, in einer Glasbox runter auf die gesamte Stadt schauen konnte. Chicago zählt mit seiner wunderschönen Architektur und dem Chicago River, der mitten durch die Stadt fließt, zu einer der schönsten Städte, die ich bisher auf meiner Reise erleben durfte.  

Lohnende Wartezeit 

Wer einmal in Chicago ist, darf sich die Chicago-Style-Pizza nicht entgehen lassen. Diese „Deep-dish-Pizza“, die aussieht wie ein Kuchen hat es auf jeden Fall in sich. Die Wartezeit, die etwa eine Stunde in Anspruch nimmt, lohnt sich.  

Fünf Wochen habe ich bei meiner Gastfamilie in Wapakoneta verbracht. Ich kann auf eine tolle und bereichernde Zeit zurückblicken in der aus meiner Gastfamilie ein richtiger Teil meiner Familie geworden ist. Die ersten drei Monate meiner Reise waren aufregend, aber auch sehr anstrengend. In Wapakoneta konnte ich eineinhalb Monate Energie tanken und bin wieder bestens gewappnet für all die Abenteuer, die in den nächsten Monaten und Jahren auf mich zukommen werden.  

Dankbarkeit 

Ursula Hohmann-Assig aus Lengerich hat die Verbindung nach Wapakoneta hergestellt und stellvertretend für das gesamte Sister-City-Programm sowie die Stadt Wapakoneta, dankt Kleine Niesse Cheryl Drexler und Michelle Gearing. Bedanken will er sich auch bei Daniel Deutsch und dessen Familie, die ihn für zwei Nächte bei sich in Cincinatti aufgenommen haben und ihn nach Wapakoneta gebracht haben. Ein Dank natürlich geht auch an die Gastfamilie. Tausend Dank an Doug, Tanya, Bailey, Kaiden und Alyssa für eine der tollsten Zeiten meines Lebens.  

Wer Lennard Kleine Niesse digital auf seiner Reise begleiten möchte, sollte auf Instagram oder YouTube vorbeischauen. Dort gibt er unter dem Namen „NiesseOnTour“ täglich Einblicke in seine Reise rund um den Globus. 

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Schüleraustausch mit Wapakoneta Mitten im Filmdreh

Damit hatten die Lengericher Schüler nicht gerechnet: Auf ihrem Weg zum Austausch in die Partnerstadt Wapakoneta (Ohio) legten sie einen Zwischenstopp in New York ein – und gerieten in die Dreharbeiten zu „The Fast and the furios 8“.

Zum 23. Mal seit Bestehen der Partnerschaft zwischen Lengerich und Wapakoneta ist eine Gruppe von 14 Schülern auf Einladung der Partnerstadt zu Besuch in Ohio. Auf ihrer vierwöchigen Reise erkundeten sie zunächst New York. Die Schüler schildern ihre Eindrücke wie folgt:

„Nach einer langen kräfteraubenden Reise und einer abenteuerlichen Fahrt im Shuttlebus durch den New Yorker Stadtverkehr kamen wir, die 14 Schüler und Schülerinnen des Hannah-Arendt-Gymnasiums und unsere Begleitung Frau Buschmann, gegen 23 Uhr amerikanischer Zeit endlich am Hotel an. Bereits im Dunkeln wirkten die Hochhäuser und der nahe gelegene Columbus Circle sehr beeindruckend.

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Besinnlichkeit in der Vorweihnachtszeit bedeutet nicht nur Kerzenschein, Weihnachtsduft und Weihnachtsbäckerei: Was uns wirklich angeht.

Ein deutsches Denkmal für Flüchtlinge

Das Walter-Benjamin-Memorial in Portbou ist hochaktuell

VON HANNS BUTTERHOF

Passage der Hoffnungslosigkeit im Benjamin-Memorial Portbou

Passage der Hoffnungslosigkeit im Benjamin-Memorial Portbou

PORTBOU. Das einzige deutsche Denkmal für asylbedürftige Flüchtlinge steht im nordspanischen Grenzort Portbou. Im Auftrag deutscher Bundesländer erbaute der israelischen Architekt Dani Karavan dort 1994 einen ausdrucksstarken Gedenkort für den deutschen Philosophen Walter Benjamin (1892 – 1940). Der hatte sich 1940 in Portbou auf der Flucht vor deutscher Verfolgung das Leben genommen. Weiterlesen

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Zum Feiern in die USA

Lengerich – 1994 wurde die Städtepartnerschaft zwischen Lengerich und Wapakoneta geschlossen. Anlass für den Freundschaftsverein, 2014 eine Reise in die USA zu organisieren.

Die Städtepartnerschaft zwischen Lengerich und Wapakoneta besteht 2014 seit 20 Jahren. Ein Grund zum Feiern und zu neuen Begegnungen.

Die feierliche Gründungszeremonie und der Austausch der Freundschaftsurkunden am 19. Juli 1994 in der Redskin High School von Wapakoneta sind nicht nur Bürgermeister Friedrich Prigge in lebendiger Erinnerung geblieben, sondern auch jenen 73 Lengerichern, die damals erstmals die Partnerstadt besuchten und von der Gastfreundschaft und Herzlichkeit überwältigt waren, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins zur Förderung der Freundschaft zwischen den beiden Städten.

Der damalige Bürgermeister von Wapakoneta, Donald Wittwer, nannte den Tag einen „Meilenstein“ in der Geschichte der beiden Kommunen. „Wir sind stolz, ein offenes und freundliches Land zu sein. Unsere Türen stehen offen, unsere Hände sind ausgestreckt und unsere Herzen glücklich, weil ihr da seid.“ In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist die Freundschaft durch einen jährlichen Schüleraustausch, durch Besuche von Erwachsenengruppen sowie durch vielfältige Begegnungen von Familien und offiziellen Vertretern beider Städte gepflegt worden.

Nun plant der Freundschaftsverein Lengerich in den Herbstferien 2014 einen Flug in die USA, um vor allem das 20-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft in Wapakoneta zu feiern. Die Planung sieht so aus, dass eine Erwachsenengruppe am 2. Oktober vom Flughafen Münster-Osnabrück startet und über Frankfurt nach New York fliegt. Am 17. Oktober wird die Reisegruppe wieder am FMO zurückerwartet.

Nach dem Eintauchen in die Weltmetropole New York (2. bis 4. Oktober) beginnt in der Millionenstadt Boston eine Busrundreise durch die historisch interessanten Neuenglandstaaten (4. bis 12. Oktober). Diese Region Nordamerikas ist geprägt durch idyllische Landschaften mit weiten Wäldern, sanften Hügeln und vielen Seen sowie durch malerische Städte an der Küste und in den Bergen. Ein unvergessliches und paradiesisches Naturschauspiel dürfte nicht zuletzt die Farbenpracht des sogenannten Indian Summer bieten.

Nach dem Flug von Boston über Cleveland nach Dayton beginnen für die Reisegruppe die Veranstaltungen in Wapakoneta (12. bis 16. Oktober). Der Partnerverein und die Stadt Wapakoneta wollen dafür ein Programm ausarbeiten. Wer individuell anreisen möchte, um nur das Jubiläum mitzufeiern, ist ebenfalls willkommen. In der Nacht vom 16. zum 17. Oktober erfolgt dann der Rückflug nach Deutschland. Nach dem derzeitigen Rechnungsstand liegt der Preis für die gesamte Jubiläumsreise bei circa 2300 Euro (im Doppelzimmer pro Person).

Wie die Vorsitzende des deutsch-amerikanischen Freundschaftsvereins, Ursula Hohmann-Assig, mitteilt, sind erste Meldungen von Reiseinteressierten bei ihr bereits eingegangen. Für eine zügige Reiseplanung bittet der Vorstand des Vereins darum, dass sich weitere an dieser Reise interessierte Personen, auch Nichtmitglieder, möglichst umgehend bei Ursula Hohmann-Assig, ✆  05481/37650 oder E-Mail assig@gmx.de, oder einem anderen Mitglied des Vorstands melden. Mitte Januar wird ein Treffen der Reisegruppe stattfinden. An diesem Informationsabend besteht die Möglichkeit, sich persönlich kennenzulernen und nähere Einzelheiten der Reiseplanung auszutauschen.

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Zu Gast bei der Konsulin aus Iowa

Lengerich/Lienen – „Das Herz Amerikas schlägt im Mittleren Westen.“ Dieser Satz war so etwas wie ein persönliches Bekenntnis der neuen amerikanischen Generalkonsulin Janice G.Weiner. Sie stammt aus Iowa und führt seit dem vergangenem Jahr die Sektion „Public Affairs“ im US-Generalkonsulat Düsseldorf.
Die Konsulin hatte zu einem Treffen von Vertretern der transatlantischen Städtepartnerschaften und der deutsch-amerikanischen Freundschaftsvereine in Nordrhein-Westfalen nach Düsseldorf eingeladen, um Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zum „Networking“ zu geben. Aus Lienen waren Dr. Gabriele Schmiemann und ihre Kollegin Claudia Driemeier angereist, Dr. Hubertus Assig vertrat den Freundschaftsverein Lengerich – Wapakoneta. 
Die Erfahrungsberichte aus der Praxis von Städtepartnerschaften machten schnell deutlich, dass die Kommunen in der Regel zu klamm sind, um die deutsch-amerikanischen Aktivitäten finanziell zu unterstützen. Entscheidend sei die Eigeninitiative von Bürgern.

Auch in der amerikanischen Gesellschaft sind Bürgerkomitees der treibende Motor, Bürgermeister und Ratsmitglieder zeigen ihr Interesse eher als Mitglieder der Sister-Cities-Clubs.
In der hiesigen Region ist der jährliche Schüleraustausch die Säule der transatlantischen Beziehungen. Um diese auf eine breitere Basis zu stellen, sind aber auch andere Initiativen denkbar. So könnten sich zum Beispiel kirchliche Gruppen, Musikgruppen, Sportvereine, die Feuerwehr, Institute wie die VHS oder Banken und nicht zuletzt Wirtschaftsunternehmen mit Interessenvertretungen in den USA in die deutsch-amerikanische Partnerschaft einbringen.
Angeregt wurden in Düsseldorf auch regelmäßige Berichte über den Stand der Entwicklung im Kulturausschuss und im Rat einer Kommune.
Bleibt noch zu erwähnen, dass im Rahmen der Düsseldorfer Veranstaltung Amy Baskin, eine Mitarbeiterin des US-Konsulats in Frankfurt, interessante Erläuterungen gab, was Austauschinteressierte im Rahmen des so genannten Visa-Waiver-Programms in den USA unternehmen dürfen und wann man ein Visum braucht.
Die Treffen zu solch persönlichem Gedankenaustausch werden in den kommenden Jahren fortgesetzt, wobei einzelne Freundschaftsvereine oder Kommunen als Gastgeber auftreten können.

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Austausch bleibt die tragende Säule

-do- Lengerich. „Jugendliche sind die Träger unseres Vereins“, verkündete Dr. Hubertus Assig während der Jahreshauptversammlung des Vereins zur Förderung der Freundschaft zwischen den Städten Lengerich und Wapakoneta stolz.
Der Blick auf die Mitgliederzahlen erfüllte den Vorsitzenden mit Freude: Er vermeldete eine Steigerung von 350 auf 358. „Der Schüleraustausch ist die tragende Säule unseres Vereins“, berichtete Assig den Versammlungsteilnehmern im Gempt-Bistro, wo Cornelia Berlemann und Werner Balske als Saxophon-Duo „Corwe“ für den musikalischen Rahmen sorgten.
Zahlen belegen eindeutig die Beliebtheit des Schüleraustausches. Im vergangenen Jahr verbrachten 22 Jungen und Mädchen vier Wochen in den USA, davon drei Wochen in Wapakoneta und St. Marys. Das Projekt wird gemeinsam von Lengerich und Lienen betrieben, In diesem Jahr liegen 28 Anmeldungen vor. Diese Zahl nannte Ursula Hohmann-Assig, die für den Schüleraustausch zuständig ist.
Seit 1995 wird der Austausch betrieben, immer mit gleich bleibend hohen Teilnehmerzahlen „Der Ruf der Neuen Welt ist auch in der heutigen Krisenzeit eine attraktive Herausforderung“, stellte Hohmann-Assig fest. Für den Verein bedeute das alljährlich neue Mitglieder, die sich für vier Jahre binden. „Und es entstehen Beziehungen zwischen den Familien.“ Die Lengericher und Lienener Schülerinnen reisen vom 13. Juli bis 8. August nach Ohio. Von dort werden in diesem Jahr zwölf Mädchen und Jungen vom 14. Juni bis 8. Juli nach Deutschland fahren.

Neben dem Schüleraustausch gab es eine Reihe weiterer Beratungspunkte. Assig übermittelte Grüße vom neuen Bürgermeister in Wapakoneta, Rodney Metz. Zugleich erinnerte er an den Urvater der Städtepartnerschaft, die in diesem Jahr 15 Jahre besteht. Arnold Meckstroth begeht am 25. Mai seinen 100. Geburtstag.
Von einer gesunden Kassenlage berichtete Schatzmeister Volker Schröer. Die Vorstandswahlen, geleitet von Horst Buddemeier, brachten eine Verjüngung. Der stellvertretende Geschäftsführer Detlef Dowidat stellte sich nicht wieder zur Wahl. Seine Position übernimmt Daniel Deutsch. Ferner wird Simon Keiner Sonderaufgaben übernehmen. Beide betreuen die neue Homepage des Vereins (www.wapak.de).

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Transatlantische Türöffner

Lengerich. Der amerikanische Generalkonsul hatte eingeladen und etwa 40 Vertreter deutsch-amerikanischer Städtepartnerschaften in Nordrhein-Westfalen gaben sich in seiner Düsseldorfer Privatvilla ein Stelldichein.

Für die deutsch-amerikanische Partnerschaft Lengerich-Wapakoneta reisten Bürgermeister Friedrich Prigge und als Vereinsvorsitzender Dr. Hubertus Assig in die Landeshauptstadt. Der Freundschaftsverein Lienen-St. Marys war durch Dr. Gabriele Schmiemann vertreten, die in enger Kooperation mit Ursula Hohmann-Assig den jährlichen Schüleraustausch koordiniert.

Schon bei seiner Begrüßung erlebten die deutschen Gäste den amerikanischen Generalkonsul Matthew G. Boyse als einen temperamentvollen, sympathischen und gut informierten Förderer transatlantischer Beziehungen. Seine Idee, eine engere Zusammenarbeit und die Bildung eines Netzwerkes der aktuellen Städtepartnerschaften anzuregen, fiel bei den deutschen Partnern aus Aachen, Krefeld, Bonn, Köln, Wesel, Münster, Telgte, Billerbeck und anderen Kommunen auf fruchtbaren Boden. „Unsere Regierungen“, so der Generalkonsul, „arbeiten jeden Tag sehr eng zusammen, aber privates Engagement ist der Kitt unserer globalen Partnerschaft.“

Generalkonsul Boyse ging in seiner Ansprache auch auf das breite Spektrum nicht-staatlicher Institutionen und wirtschaftlicher Kooperation ein. „Wussten Sie etwa“, zitierte er aus einer aktuellen Studie des deutschen US-Botschafters William Timken, Jr., „dass US-Firmen ihre Investitionen in Deutschland seit dem Fall der Berliner Mauer vervierfacht haben? Oder dass sieben der 20 größten US-Firmen in Deutschland ihren Hauptsitz in NRW haben?“

Seit die Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die bisher ihren Sitz im Amerika-Haus Köln hatte, Ende September in das Düsseldorfer Generalkonsulat integriert worden ist, werden von hier aus auch bilaterale Austauschprogramme gefördert. In Verbindung mit dem „Education-USA-Program“ des US-Außenministeriums bietet das Generalkonsulat daher auch Informationen über Schüleraustausch, Aupair, Studium und Weiterbildung in den USA an.

Englisch-Kollegen in den Schulen dürfte interessieren, dass eine neue Initiative mit dem Titel „School Outreach Program“ Schulen in Nordrhein-Westfalen einlädt, amerikanische Gesprächspartner zu Diskussionen „direkt ins Klassenzimmer“ zu holen.

Nachdem alle Vertreter der deutsch-amerikanischen Städtepartnerschaften ein Kurzporträt ihrer Aktivitäten vorgetragen hatten, überreichte Generalkonsul Boyse jedem eine von ihm selbst und vom US-Botschafter William Timken, Jr., unterzeichnete gerahmte Urkunde – als Zeichen der Wertschätzung aller transatlantischen Partnerschaften.

Mit einem Mittagsimbiss und informellen Gesprächen klang das Treffen aus. „Meine Kollegen im Generalkonsulat und ich“, verabschiedete der Konsul seine Gäste, „freuen uns sehr auf unsere weitere Zusammenarbeit mit den Institutionen und Menschen Nordrhein-Westfalens.“

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