Zu Gast bei der Konsulin aus Iowa

Lengerich/Lienen – „Das Herz Amerikas schlägt im Mittleren Westen.“ Dieser Satz war so etwas wie ein persönliches Bekenntnis der neuen amerikanischen Generalkonsulin Janice G.Weiner. Sie stammt aus Iowa und führt seit dem vergangenem Jahr die Sektion „Public Affairs“ im US-Generalkonsulat Düsseldorf.
Die Konsulin hatte zu einem Treffen von Vertretern der transatlantischen Städtepartnerschaften und der deutsch-amerikanischen Freundschaftsvereine in Nordrhein-Westfalen nach Düsseldorf eingeladen, um Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zum „Networking“ zu geben. Aus Lienen waren Dr. Gabriele Schmiemann und ihre Kollegin Claudia Driemeier angereist, Dr. Hubertus Assig vertrat den Freundschaftsverein Lengerich – Wapakoneta. 
Die Erfahrungsberichte aus der Praxis von Städtepartnerschaften machten schnell deutlich, dass die Kommunen in der Regel zu klamm sind, um die deutsch-amerikanischen Aktivitäten finanziell zu unterstützen. Entscheidend sei die Eigeninitiative von Bürgern.

Auch in der amerikanischen Gesellschaft sind Bürgerkomitees der treibende Motor, Bürgermeister und Ratsmitglieder zeigen ihr Interesse eher als Mitglieder der Sister-Cities-Clubs.
In der hiesigen Region ist der jährliche Schüleraustausch die Säule der transatlantischen Beziehungen. Um diese auf eine breitere Basis zu stellen, sind aber auch andere Initiativen denkbar. So könnten sich zum Beispiel kirchliche Gruppen, Musikgruppen, Sportvereine, die Feuerwehr, Institute wie die VHS oder Banken und nicht zuletzt Wirtschaftsunternehmen mit Interessenvertretungen in den USA in die deutsch-amerikanische Partnerschaft einbringen.
Angeregt wurden in Düsseldorf auch regelmäßige Berichte über den Stand der Entwicklung im Kulturausschuss und im Rat einer Kommune.
Bleibt noch zu erwähnen, dass im Rahmen der Düsseldorfer Veranstaltung Amy Baskin, eine Mitarbeiterin des US-Konsulats in Frankfurt, interessante Erläuterungen gab, was Austauschinteressierte im Rahmen des so genannten Visa-Waiver-Programms in den USA unternehmen dürfen und wann man ein Visum braucht.
Die Treffen zu solch persönlichem Gedankenaustausch werden in den kommenden Jahren fortgesetzt, wobei einzelne Freundschaftsvereine oder Kommunen als Gastgeber auftreten können.

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