Transatlantische Türöffner

Lengerich. Der amerikanische Generalkonsul hatte eingeladen und etwa 40 Vertreter deutsch-amerikanischer Städtepartnerschaften in Nordrhein-Westfalen gaben sich in seiner Düsseldorfer Privatvilla ein Stelldichein.

Für die deutsch-amerikanische Partnerschaft Lengerich-Wapakoneta reisten Bürgermeister Friedrich Prigge und als Vereinsvorsitzender Dr. Hubertus Assig in die Landeshauptstadt. Der Freundschaftsverein Lienen-St. Marys war durch Dr. Gabriele Schmiemann vertreten, die in enger Kooperation mit Ursula Hohmann-Assig den jährlichen Schüleraustausch koordiniert.

Schon bei seiner Begrüßung erlebten die deutschen Gäste den amerikanischen Generalkonsul Matthew G. Boyse als einen temperamentvollen, sympathischen und gut informierten Förderer transatlantischer Beziehungen. Seine Idee, eine engere Zusammenarbeit und die Bildung eines Netzwerkes der aktuellen Städtepartnerschaften anzuregen, fiel bei den deutschen Partnern aus Aachen, Krefeld, Bonn, Köln, Wesel, Münster, Telgte, Billerbeck und anderen Kommunen auf fruchtbaren Boden. „Unsere Regierungen“, so der Generalkonsul, „arbeiten jeden Tag sehr eng zusammen, aber privates Engagement ist der Kitt unserer globalen Partnerschaft.“

Generalkonsul Boyse ging in seiner Ansprache auch auf das breite Spektrum nicht-staatlicher Institutionen und wirtschaftlicher Kooperation ein. „Wussten Sie etwa“, zitierte er aus einer aktuellen Studie des deutschen US-Botschafters William Timken, Jr., „dass US-Firmen ihre Investitionen in Deutschland seit dem Fall der Berliner Mauer vervierfacht haben? Oder dass sieben der 20 größten US-Firmen in Deutschland ihren Hauptsitz in NRW haben?“

Seit die Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die bisher ihren Sitz im Amerika-Haus Köln hatte, Ende September in das Düsseldorfer Generalkonsulat integriert worden ist, werden von hier aus auch bilaterale Austauschprogramme gefördert. In Verbindung mit dem „Education-USA-Program“ des US-Außenministeriums bietet das Generalkonsulat daher auch Informationen über Schüleraustausch, Aupair, Studium und Weiterbildung in den USA an.

Englisch-Kollegen in den Schulen dürfte interessieren, dass eine neue Initiative mit dem Titel „School Outreach Program“ Schulen in Nordrhein-Westfalen einlädt, amerikanische Gesprächspartner zu Diskussionen „direkt ins Klassenzimmer“ zu holen.

Nachdem alle Vertreter der deutsch-amerikanischen Städtepartnerschaften ein Kurzporträt ihrer Aktivitäten vorgetragen hatten, überreichte Generalkonsul Boyse jedem eine von ihm selbst und vom US-Botschafter William Timken, Jr., unterzeichnete gerahmte Urkunde – als Zeichen der Wertschätzung aller transatlantischen Partnerschaften.

Mit einem Mittagsimbiss und informellen Gesprächen klang das Treffen aus. „Meine Kollegen im Generalkonsulat und ich“, verabschiedete der Konsul seine Gäste, „freuen uns sehr auf unsere weitere Zusammenarbeit mit den Institutionen und Menschen Nordrhein-Westfalens.“